Aktionstag am 25.02.2019 beim ÖAMTC Fahrtechnikzentrum in Lang/Lebring
„TUNE-IT? Mopedtuning – Die Verlockung des Schraubens:
Motivation, Möglichkeiten, Auswirkungen“

Verkehrs-Erhebungen der Polizei zeigen immer wieder auf, dass in Österreich beinahe jedes zweite Moped im Straßenverkehr „frisiert“, also technisch verändert wurde. Dies bedeutet, dass damit die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h überschritten werden kann. Fakt ist, dass durch „Tuning“ viele Mopeds sogar Geschwindigkeiten zwischen 80 und 100 km/h und mehr schaffen können. Die damit einhergehenden Gefahren sind den jungen Mopedfahrern aber sehr häufig nicht bewusst.

Um Jugendlichen die Auswirkungen des Tunens von Mopeds in Bezug auf das Unfallgeschehen und die rechtlichen Folgen bewusstzumachen, läuft zur Zeit mit Unterstützung des Österreichischen Verkehrssicherheitsfonds im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie ein Kooperationsprojekt des Instituts für Fahrzeugsicherheit der TU Graz, des Forschungszentrums für Kinderunfälle an der Univ. Klinik für Kinder- und Jugendchirurgie Graz und dem ÖAMTC mit Schülerinnen und Schülern des BG Rein sowie der HTL Wels.

Im Rahmen des Projektes fand am 25.02.2019 am Fahrtechnikzentrum des ÖAMTC in Lang/Lebring ein Aktionstag statt, bei dem 16 Schülerinnen und Schüler des BG Rein und 35 Schüler der HTL Wels mit ihren Begleitlehrern die Möglichkeiten erhielten, tiefer in die Welt des Mopedtunings und seine Folgen einzutauchen. Von Franz Kleewein und Herbert Pregartner, den Experten des ÖAMTC, erfuhren die Teilnehmer mehr über die technischen und physikalischen Folgen des Mopedtunings. Richter Dr. Helmut Wlasak verwies in seinem Vortrag eindringlich auf die rechtlichen Konsequenzen beim Mopedtuning und ergänzend dazu zeigten Chefinspektor Mario Eibel und Abteilungsinspektor Wolfgang Teutschl von der Verkehrsabteilung der LPD Steiermark den Jugendlichen die praktische Überprüfung der Fahrgeschwindigkeit mittels eines Rollenprüfstandes, wie er bei Verkehrskontrollen seitens der Exekutive zum Einsatz kommt. Hingewiesen wurde in diesem Zusammenhang aber auch besonders auf die negativen Konsequenzen des Mopedtunings für den Erwerb des B-Führerscheins. Dr. Peter Spitzer vom Forschungszentrum für Kinderunfälle präsentierte seinerseits die Ergebnisse einer Umfrage zur Motivation für das Manipulieren von Mopeds unter Jugendlichen und sensibilisierte die Beteiligten mit Zahlen aus dem Mopedunfallgeschehen und deren gesundheitlichen Folgen. Organisiert wurde der abwechslungsreiche und spannende Aktionstag von den Projektleitern Dr. Ernst Tomasch und Heinz Hoschopf vom Institut für Fahrzeugsicherheit der TU Graz.

Die Schüler und Schülerinnen der am Projekt beteiligten Schulen wirken aber auch ganz praktisch an der Umsetzung des Projekts mit.

Drei Schüler der HTL Wels haben im Rahmen ihrer Diplomarbeit einen Prototypen für einen Mopedprüfstand entwickelt und stellten diesen im Rahmen des Aktionstages in Lang/Lebring den anderen Teilnehmern vor. Die Schüler und Schülerinnen des BG Rein haben einerseits an der Entwicklung des Fragebogens zur Erhebung der Motivation des Mopedtunings unter Jugendlichen mitgewirkt und werden in weiterer Folge Entwürfe in sprachlicher und grafischer Form für einen jugendgerechten Informationsfolder zum Thema entwickeln.

Maga. Gudula Brandmayr

-->zu den Bildern

Artikel in meine WOCHE Graz-Umgebung Nord meinebezirk.at, s. Seite 15

Der Artikel als PDF (Ertl Edith: Mopeds auffrisieren bleibt gefährlich, meine WOCHE Graz-Umgebung Nord 11/2019 vom 13. März 2019, S.15)

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